fine
www.myspace.com/thisisfine
www.thisisfine.de


Was soll man über eine Berliner Band wie fine schreiben, was nicht schon über Tausende anderer Bands aus dieser Stadt geschrieben wurde? Dass fine Popmusik mit englischen Texten und einer gehörigen Portion Rockattitüde machen? Dass sie Radiohead und Muse genauso gerne hören wie Modeselektor, Aphex Twin oder Prince? Dass sie noch urtümliche Kisten wie Hammondorgel, Leslie und Fender Rhodes mitschleppen und ihnen echt ohrwurmverdächtige Melodien entlocken? Dass sie sich ihre Songs von Herz und Bauch diktieren lassen und nicht von kurzlebigen Trends? Dass die fünf auf der Bühne einfach richtig gut aussehen? Dass sie auf Motor-Digital veröffentlicht haben? - Auf jeden Fall sollte man schreiben: Hingehen, Ansehen und vor allem, Hinhören!

CD-Rezension
Dass Popmusik heute doch noch abseits von Castingbands und Zielgruppengerechtem Songwriting funktionieren kann, beweisen uns die fünf Berliner von fine auf recht eindrucksvolle Weise.

Legalized Untruth der Opener ihres aktuellen, diesen Sommer auf motor-digital erschienenem Longplayers leaving past, bläst euch mit verquerem Beat und ordentlich Rockattitüde die Ohren durch. Mann könnte meinen, dass das den Rest der Scheibe so weitergeht, doch Fehlanzeige. Klassische fast schon britische Rocksongs wie come on und faith and trust werden begleitet von Tracks wie Broken Hearts oder Love has got no reason, die fast schon in Disco ausarten. Auch Mut zur Hymne ist zu erkennen, wie Day to day und Halfway beweisen. Die Playlist, ursprünglich gar nicht als Album geplant, überzeugt nicht zuletzt dank ihrer Vielseitigkeit.


"fine" (2006)


"leaving past"
(2007)